Schüler besuchen Labor für Mikro- und Nanoanalytik

Iserlohn. Beim zweiten Labortag an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler des Märkischen Gymnasiums mit der Frage, welche Metalle für den Einbau im menschlichen Körper geeignet sind. Franziska Thume, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Labor für Mikro- und Nanoanalytik von Prof. Dr. Nicole Rauch aus dem Fachbereich Informatik und Naturwissenschaften, hatte dafür einen praxisbezogenen Workshop  entwickelt. Die Schüler konnten selber Exponate herstellen und untersuchen.

Diesmal waren eindeutig die Mädchen in der Mehrzahl. Offensichtlich kam das Thema „“Metalle als Ersatzteile im Körper“ bei ihnen besser an. 13 Schülerinnen und Schüler des Märkischen Gymnasiums beschäftigten sich einen Nachmittag lang mit der Frage, welche Metalle in den menschlichen Körper eingebaut werden können, ohne dort Schaden anzurichten. Metalle finden nicht nur Einsatz bei Künstlichen Gelenken, sondern auch bei Schrauben oder Platten, die Brüche fixieren.

Die Schüler stellten selber metallografische Proben her. Diese wurden in Kunststoff eingebettet, geschliffen  und poliert und anschließend am Lichtmikroskop und Rasterelektronenmikroskop begutachtet. Eine energiedispersive Röntgenanalyse am Rasterelektronenmikroskop gab abschließend Aufschluss über die vorhandene chemische Zusammensetzung des Werkstoffs. Das Ergebnis: Das begutachtete Metall wäre für ein Implantat nicht geeignet, da es korrodiert.

Nicht nur Frieda und Chacey waren mit viel Engagement dabei und freuten sich, einmal in einem professionellen Labor arbeiten zu können. „ Wir interessieren uns sehr für Naturwissenschaften und können uns jetzt vorstellen, das später einmal zu studieren“, waren sich beide einig.

Text und Bild: Birgit Geile-Hänßel, Pressesprecherin, Fachhochschule Südwestfalen

 

Donnerstag, 06 Dezember 2018 17:37

AUTOS EINMAL ANDERS BETRACHTET

MGI-Schüler in der Automotive-Halle der Fachhochschule Südwestfalen

Iserlohn. Die Premiere im letzten Jahr kam bei Schülern, Lehrern und Eltern gut an. Gestern starteten die Schüler-Labortage an der Fachhochschule Südwestfalen in eine neue Runde. Drei Veranstaltungen haben die Organisatoren, das Märkische Gymnasium Iserlohn, der VDI Lenne-Bezirksverein e.V. und die Fachhochschule Südwestfalen für Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 organisiert. Zum Auftakt standen gestern die Labore in der Automotive-Halle auf dem Programm.

„Schickes Auto“, meinte Bastian mit Blick auf den Mercedes SLK bevor er mit seinem Klassenkameraden Kristian für die erste Testreihe in den Wagen einstieg. Das Testauto, das zum Bedauern von Bastian keine Straßenzulassung hat, steht im Labor für Fahrwerkstechnik von Prof. Dr. Andreas Nevoigt auf der Servohydraulischen 4-Stempel-Anlage.

Damit kann die Straßenoberfläche simuliert werden, um akustische Phänomene, wie zu Beispiel Vibrationen im Fahrzeug, messen zu können. Nachdem beide bei dem Prüftest ordentlich durchgerüttelt wurden, ging es zum nächsten Laborbereich.

Fabian Hug zeigte den Schülern im Labor für Getriebetechnik den Unterschied zwischen Schalt- und Automatikgetrieben und demonstrierte die Übersetzung von Drehzahl und Drehmomenten.

Auf dem Rollenprüfstand im Labor von Prof. Dr. Bernd Bartunek konnten die Schüler im FH-eigenen Elektroauto einen Fahrzyklus simuliert fahren, um das Betriebsverhalten des Autos zu prüfen.

Für Bastian und seine Schulkollegen gab es gestern ganz neue Erkenntnisse über Autos: „Man sieht ja sonst nur das Auto, setzt sich rein und fährt. Dass man so viele Untersuchungen zum Beispiel zu Fahrverhalten oder zur Geräuschmessung durchführen kann und dies auch wichtig ist, war mir neu“. Auch Lehrer Stefan Dierkes, der die Schüler begleitete, konnte im Gespräch mit Professoren und Mitarbeitern noch das eine oder andere Neue erfahren.

Text und Bild: Birgit Geile-Hänßel, Pressesprecherin FH SWF

 

 

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